Der europäische Bison: Zurück in der Natur

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Der europäische Bison: Zurück in der Natur

Am Rande des Aussterbens

Vor 10.000 Jahren war der europäische Bison in fast ganz Europa verbreitet, aber seitdem ist die Population stark zurückgegangen: Das letzte freilebende Exemplar wurde 1919 in den polnischen Wäldern erlegt. Der derzeitige Bestand existiert nur, weil es möglich war, einige Tiere, die in Zoos überlebt hatten, weiter zu züchten.

Heute gibt es weltweit rund 8.500 europäische Bisons, aber die Art gilt immer noch als vom Aussterben bedroht. An je mehr Lebensräume der europäische Bison Teil hat, desto größer sind seine langfristigen Überlebenschancen.

 

Eine Schlüsselart im europäischen Naturwald

Im Frühjahr 2021 werden vier europäische Bisons in Dänemarks größtem Naturschutzgebiet, Lille Vildmose, freigelassen, und zwar ein Stier, zwei Kühe und ein Kalb. Ziel ist es, den Bestand mit 15 bis 20 Tieren zu beginnen. In einem späteren Stadium des Projekts soll er mit Tieren aus den Niederlanden, Deutschland und möglicherweise Polen ergänzt werden.

Ein beratender Ausschuss naturwissenschaftlicher Experten unterstützt das in einem Naturgebiet groß angelegte Projekt mit europäischen Bisons. Der Bison wird in Wechselwirkung mit Rotwild, Wildschweinen und Rehwild leben und kann aufgrund seiner Größe und Lebensweise Dynamik und mehr Lebensräume für eine Vielzahl von Arten schaffen.

Jacob Skriver ist in Lille Vildmose Betriebsleiter für den Aage V. Jensen Naturfond, der die treibende Kraft des Projekts ist. Er spricht über die wohltuende Wirkung von Bisons auf die Natur: „Ein erwachsener europäischer Bison frisst täglich 30 bis 60 Kilo Biomasse. Er ist ein starker Esser, der zu einer lichtoffenen und sehr artenreichen Waldnatur beiträgt, indem er widerspenstige Gräser abweidet, die sonst die Vielfalt gefährden können. Der Bison ist eine Schlüsselart im europäischen Naturwald, und durch seine Einführung können wir die lichtoffenen Naturräume, die in Lille Vildmose einzigartig sind, besser schützen“.

 

Hohe Anforderungen an die Zäune

Lille Vildmose beherbergt bereits Rotwild, Elche und Wildschweine und es gibt hohe Anforderungen an die Umzäunungen, die all diese verschiedenen Tiere sicher an Ort und Stelle halten müssen. Insgesamt sind in Lille Vildmose ca. 6500 ha eingezäunt.

Der europäische Bison ist Europas größtes Landsäugetier. Ein erwachsener Bulle hat eine Schulterhöhe von bis zu 195 Zentimetern und kann bis zu 840 Kilo wiegen. Die meiste Zeit grasen sie friedlich, aber der europäische Bison ist bemerkenswert wendig und kann sowohl springen als auch bis zu 60 km/h schnell laufen.

In Vorbereitung auf die Ankunft des Bisons hat Poda Zaun einen neuen Zaun von fast 3 km Länge geliefert und installiert. Der Zaun wurde von Poda Zaun Viborg zusammen mit Poda Zaun Terndrup ausgeführt und mit Poda Supernet in einer Höhe von sage und schreibe 2,5 Metern errichtet.

Das Supernet besteht aus gehärteten Drähten, was bedeutet, dass der Zaun sowohl stark ist als auch federn kann, wenn er einer Last ausgesetzt wird. Das Supernet zeichnet sich außerdem durch einen speziellen Drahtknoten in allen Verbindungen aus, der es wesentlich fester macht als Netze mit Schweißverbindungen – oder die einfacheren Umwicklungen, die man bei anderen Arten von Netzzäunen sehen kann.

Bei den stabilen Zaunpfosten handelt es sich um Poda Ökopfosten aus Robinienholz. Die rustikalen, umweltzertifizierten Naturpfosten sind europäischen Ursprungs, völlig unbehandelt, frei von Chemikalien und besitzen eine hohe natürliche Haltbarkeit. Sie passen daher in vielerlei Hinsicht gut in das Naturschutzgebiet.

Die Zäune müssen natürlich den gesetzlichen Anforderungen und Normen entsprechen. Daher wird der neue Zaun auch durch stromführende Kabel ergänzt, die von leistungsstarken Elektrozaungeräten versorgt werden. Aufgrund der verschiedenen Tierarten im Naturgebiet ist eine spezielle Konstruktion mit 4 Elektro-Zaundrähten in unterschiedlichen Höhen erforderlich.

In Lille Vildmose haben die europäischen Bisons übrigens den Status von Wildtieren wie beispielsweise Rotwild, was unter anderem bedeutet, dass keine Ohrmarken und Schutzhütten erforderlich sind. Eine positive Geschichte – und ein Zeugnis für die ernsthafte Arbeit, die zur Wiederherstellung und Erhaltung der ursprünglichen Natur und ihrer Artenvielfalt geleistet wird.

 

Sehen Sie aus der Vogelperspektive, wenn Poda Zaun den neuen Zaun installiert:

 

Hier errichtet Poda Zaun einen Zaun, der u.a. europäische Bisons beherbergen soll. 


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